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6. Top-Trabi-Wahl (2000)

Top-Trabi kommt diesmal aus Anklam - Zweitakt-Enthusiasten trotzten Schneehagel und Kälte /29 Teilnehmer aus ganz M-V

 

Quilow/Anklam. Es sollte die Generalprobe für das im Mai geplante 6. deutschland-weite Trabi-Treffen werden: Die Wahl des Top-Trabis von Mecklenburg-Vorpommern am Sonnabend in Quilow bei Anklam. Mit rund 100 Pappisten aus ganz M-V hatte der Trabbi-Buggy-Club aus der Kreisstadt als Organisator noch Tage zuvor gerechnet. Doch letztlich tuckerten im Zweitakt gerade mal 29 Trabis heran, um sich dem einzigen offiziellen Ausscheid des Landes (!) zu stellen. Die Weitgereistesten kamen aus Ludwigslust, einer sogar aus Berlin, der selbstverständlich nicht in die Wertung kam.

 

Lange Gesichter gab es angesichts der geringen Teilnehmerzahl bei den Initiatoren um Vereinschef Jens Rüberg nicht. Sie haben Erfahrung mit widrigen Bedingungen, die sie mit Schneehagel und winterlicher Kälte auch am vergangenen Sonnabend prüften.

 

„Im Vorjahr regnete es ununterbrochen“, erinnert sich Peter Rüberg, Vater des Vereinschefs und Vorstandsmitglied. Damals zählte man zwar dennoch 64 DDR-Kultautos am Vereinssitz in Quilow, doch bei vielen hinterließ die Erinnerung an die nasskalten Tage des Frühjahrs 1999 wohl eine Gänsehaut auf dem Rücken, so dass sie diesmal gar nicht erst anreisten.

 

Dennoch, auch die sauber aufgereiten 29 Exemplare einer aussterbenden Fahrzeugklasse lockten viele Neugierige aus Wolgast, Greifswald, Lassan, von der Insel Usedom und aus den Nachbarkreisen. Neben originalen mausgrauen und taubenblauen Modellen brachten aufgemotzte sonnengelbe, knallrote, ein tiefschwarzer Kombi und sogar zwei Cabrios die Gäste ins Staunen.

 

Absoluter Favorit des Publikums wurde ein 1.1 Sport-Trabant in dunkelblau. Sein Besitzer, Peter Rüberg, durfte dafür den von der OSTSEE-ZEITUNG gesponserten Pokal und eine Flasche Sekt in Empfang nehmen. Wertungen gab es auch in den Klassen 500/600er Trabant, 601/1.1 Original, Kübel/Cabrio, 601 Sport, 1.1 Sport und Sonderaufbauten.

 

Wem es zwischendurch zu eisig wurde, konnte sich an zwei gut bestückten Lagerfeuern aufwärmen, heißen Glühwein oder Frisches vom Rost kosten. Die Montagehalle des Vereins - ein altes Stallgebäude, das die Mitglieder in vielen Freizeitstunden herrichteten - servierte Diskomusik und bot Schutz vor der Witterung.

 

Für den Trabbi-Buggy-Club Anklam, der momentan 26 Mitglieder zählt, hält das Jahr 2000 ein weiteres Großereignis bereit. Vom 28. April bis 1. Mai lädt er Trabantfahrer aus der ganzen Bundesrepublik zum 6. großen Trabi-Treffen.

 

Neben Zwickau ist Anklam für Pappisten seit Jahren kein Geheimtipp mehr. Viele ziehen die Peenestadt inzwischen vor, weil hier zu fairen Preisen ein Zusammenkommen mit Gleichgesinnten möglich ist. An drei turbulenten Tagen versammeln sich Jahr für Jahr inzwischen mehr als 500 Trabis und ihre Besitzer auf dem Anklamer Flugplatzgelände. Dort wird dann nach Herzenslust gefachsimpelt, Teile getauscht, die Besten prämiert.

 

Dieses Mal wartet ein erneuter Versuch, ins Guinness-Buch der Rekorde zu kommen. Die spannende Frage lautet dann: Wie viele Cola-Flaschen passen in einen Trabant? Seit 1996 sind die Anklamer bereits Guinness-Rekord-Inhaber. Damals stellten sie mit 202 Trabis auf dem Flugplatz der Kreisstadt das Sachsenring-Zeichen nach.